KBC Newsletter – Infos und Tipps zur aktuellen Situation – Stadt Tübingen

Liebe Familien,

auch in dieser Woche habe ich Ihnen einige Informationen zusammengestellt. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Maskenpflicht:

  • Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV:  Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, müssen alle ab Montag, 27. April 2020, bei der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkauf in Geschäften eine Maske tragen, die Mund und Nase bedeckt. Damit ist keine medizinische Maske gemeint, wie sie im Krankenhaus benutzt wird. Stattdessen ist eine sogenannte Alltagsmaske verpflichtend, die auch selbst genäht sein kann. Notfalls ist ein Tuch oder Schal, der Mund und Nase bedeckt, ausreichend. Bereits einfache Mund-Nase-Bedeckungen verringern das Risiko, dass jemand angesteckt wird. Indem alle eine Maske tragen, schützt man sich gegenseitig. Der Mindestabstand von 1,50 Metern, wenn man anderen Menschen begegnet, gilt weiterhin. Weitere Informationen: https://www.tuebingen.de/28331.html#/28596
  • Wo bekomme ich eine Maske her?
    • Alle Tübinger Bürgerinnen und Bürger ab Jahrgang 1954 und älter, bekommen eine Maske von der Stadtverwaltung per Post, die Masken können auch in den Innenstadtläden erworben werden. Weitere Informationen: https://www.tuebingen.de/28331.html#/28596 und auf Plattformen wie www.nebenan.de gibt es oft Angebote, dass jemand einem eine Maske mitnäht
KBC Newsletter – Infos und Tipps zur aktuellen Situation – Stadt Tübingen weiterlesen

Wie geht es weiter auf dem Mittelmeer?

Europa schottet sich in der Corona-Krise weiter ab. Mehr denn je werden auf dem Mittelmeer in Seenot geratene Menschen ohne jeden Rettungsversuch ihrem Schicksal überlassen. Alle Rufe nach einem neuen europäischen Seenotrettungsprogramm und einer menschenrechtsbasierten Asylpolitik in Europa bleiben ungehört.
Doch auch in den kommenden Wochen und Monaten werden wieder viele Menschen über das Mittelmeer fliehen. Gleichzeitig stellt die aktuelle Corona-Pandemie die zivilen Seenotrettung vor ganz neue Herausforderungen. Deshalb fragen wir uns:
Wie wird die Arbeit der Seenotretter in diesem Sommer aussehen? Welche politischen Spielräume gibt es noch für einen politischen Kurswechsel auf dem Mittelmeer?

Am 28.4.2020 fand ein sehenswertes digitales Gespräch mit Marie von Manteuffel, Flucht- und Migrationsexpertin im Berliner Büro von Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) und Mattea Weihe, Mitarbeiterin im Advocacy-Team und langjähriges Crew-Mitglied von Sea-Watch statt.

Das Coronavirus aktuell

Aktuelle Infos aus der Ministerrunde vom 15.4.2020 finden Sie auf SpiegelOnline, in der Süddeutschen oder in der ZEIT.

Die Behörden im Landkreis sind wegen des Corona-Virus in der Regel derzeit geschlossen. Sie können aber telefonisch oder per E-Mail über Ihre/n Integrationsmanager/in Kontakt aufnehmen.

Stadt und Landkreis Tübingen informieren auf ihren Internet-Seiten ausführlich über aktuelle Regelungen und Schutzmaßnahmen. Diese Seiten sind in der Regel auf Deutsch. Auch TüNews widmet sich in mehreren Sprachen dem Thema. Tagesaktuelle Informationen in verschiedenen Sprachen bietet außerdem das Handbook Germany (weitere Sprachen durch Klick auf die Weltkugel) an und von Pro Asyl gibt es einen Newsticker zum Thema. Auch Frau Widmann-Mauz, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, bietet mehrsprachige Informationen an, das BM für Gesundheit leider nur auf deutsch.

Speziell für die Stadt Tübingen bietet das Bündnis für Familie Informationen und Tipps (auf Deutsch)

Es gibt auch Informationsblätter in diesen Sprachen:

Die Stadt Stuttgart hat auch einige Videoclips in verschiedenen Sprachen produziert.

Die Sprachenauswahl erfolgt über ein Auswahlfeld am oberen Bildschirmrand.

Das Coronavirus aktuell weiterlesen

Flüchtlingskinder aus Griechenland

Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen. Die Politik der EU und der Bundesrepublik ist derzeit ein Armutszeugnis. Obwohl Politiker aus allen ernstzunehmenden Parteien für die Aufnahme von Kindern aus den Flüchtlingslagern in Griechenland sind, konnte sich unsere Regierung gerade mal auf die Aufnahme von 50 Kindern durchringen.

Lesen Sie dazu Kommentare aus dem SPIEGEL und der ZEIT.

Hier sind die erfolglosen Stellungsnahmen von PolitikerInnen der CDU, der SPD und den Grünen.

Globalzustimmung für Arbeitserlaubnisse für Erntehelfer*innen

Ziel sei eine unbürokratische und kurzfristige Beschäftigung von Drittstaatengehörigen als Erntehelfer*innen. Umfasst sind von dieser Regelung sind u.a.:

  • Asylbewerber*innen, denen nach nach 9 bzw. 3 Monaten die Ausübung einer Beschäftigung zu erlauben ist, soweit keine Versagungsgründe vorliegen (§ 61 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 AsylG bzw. § 61 Absatz 2 AsylG).
  • Geduldete, denen nach 6 bzw. 3 Monaten Besitz der Duldung die Ausübung einer Beschäftigung zu erlauben ist, soweit keine Versagungsgründe vorliegen (§ 61 Absatz 1 Satz 2, zweiter Teilsatz bzw. § 32 Absatz 1 BeschV).

Deutsch lernen während der Corona-Pandemie

Die Sprachkurse in den meisten Sprachschulen fallen erstmal bis nach Ostern aus. Wer will, kann dennoch weiter Deutsch lernen – kostenlos online. Tünews hat drei Angebote rausgesucht, die übersichtlich und vielfältig sind.

Der Radiosender Deutsche Welle bietet unter anderem Kurse bis Niveaustufe C, ein Trainingsprogramm, langsam gesprochene Nachrichten, Videos sowie Übungen und Videos auch für Smartphone und Tablet an.

Das Lernportal der vhs findet man hier, man muss sich dort registrieren und kann mit einem persönlichen Tutor Kontakt aufnehmen.

Für Leute, die ihr berufsbezogenes Deutsch verbessern wollen und bereits gut sprechen, gibt es berufsbezogenes Lernangebot vom Goethe-Institut.

Interaktive Übungen für Grammatik, Wortschatz und zu allen möglichen Lehrbüchern hat die Deutschakademie. Dort gibt es auch Audio-Übungen.

Interaktiv Grammatik und Wortschatz verbessern? Das geht hier . Beim Quiz gibt es sofort ein Feedback, ob die Antwort stimmt.

Notfall-KiZ für Familien mit kleinen Einkommen

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt viele Familien vor große
Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Für den Notfall-KiZ müssen Familien, die einen Antrag auf den Kinderzuschlag stellen, ab April 2020 nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Weitere Einzelheiten sind hier zu finden.

Versorgung mit Lebensmitteln

  • Etliche Tübinger Gruppierungen und Freiwillige haben sich zur „Initiative Grundversorgung“ zusammengeschlossen. Sie geben Lebensmittel an diejenigen aus, die sonst auf die Hilfe der Tübinger Tafel angewiesen sind. Dies ist wichtig, weil die Tübinger Tafel geschlossen ist. Die Lebensmittel werden kostenlos in rationierten Mengen abgegeben. Helferinnen und Helfer packen die Waren in haushaltsüblichen Mengen zusammen; eine freie Auswahl ist nicht möglich. Die Ehrenamtlichen achten darauf, dass die Abstandsregeln bei der Zusammenstellung und bei der Abgabe der Waren eingehalten werden. Diese Standorte haben montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet:
    • Kinder- und Jugendfarm, Saibenstraße 10
    • Bürgertreff NaSe, Janusz-Korczak-Weg 1
    • Stadtteiltreff Wanne, Beim Herbstenhof 3
    • Brückenhaus, Werkstraße 8
    • Goldene Zeiten, Europaplatz 11
    • Pfarrsaal St. Petrus, Pfrondorfer Straße 24

Weitere Informationen: https://www.tuebingen.de/28337.html#/28326

Die Rottenburger Tafel ist hier, die Mössinger Tafel hier erreichbar.

Corona Pandemie – Einhaltung von Fristen

Aus aktuellem Anlass wird das Diakonische Werk seit letzter Woche gefragt, wie es sich verhält, wenn Asylbewerber*innen einen Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bekommen und wegen Corona-Maßnahmen entweder selbst nur eingeschränkt agieren können oder nicht persönlich zum Gericht gehen können oder die Beratungsstelle nicht aufsuchen können, zumindest nicht persönlich. Wichtig ist zunächst, dass die Klagefrist bzw die Frist zur Einlegung eines Antrages auf vorläufigen Rechtsschutz nur dann zu laufen beginnt, wenn der Bescheid wirksam zugestellt wurde (vgl. § 57 Abs. 1 VwGO).

Corona Pandemie – Einhaltung von Fristen weiterlesen

Organisationsformen von Unterstützerkreisen

Einige Unterstützerkreise haben Probleme, die anstehenden Aufgaben gut zu koordinieren. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Organisationsformen bietet eine Broschüre von Dialogbereiter.de, die die Entwicklung von 2017 bis 2018 aufbereitet. Es gibt u.a. gute Tipps zur Abwehr fremdenfeindlicher Aktionen und zum Aufbau handlungsfähiger Strukturen im Ehrenamt.

Eine weitere Broschüre des BMFSFJ behandelt zwar keine Flüchtlingsthemen, es werden jedoch Aspekte einer möglichen Kooperationsform und das Vorgehen bei Konflikten behandelt, die auch in unserem Handlungsfeld greifen könnten.

Wie aus Schwarzfahrern Vergewaltiger werden

Am 31.3. findet im Gemeindehaus St. Michael, Hechinger Str. 45, Tübingen, ein Gambia-Abend statt. Dabei hält Dr. Huke einen Vortrag über rassistische Stereotypisierungen von Gefl üchteten
in den Sozialen Medien – und ihre Folgen

Details finden Sie hier.

Mütter im Gespräch

Für zugewanderte und geflüchtete Mütter, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, gibt es einen kostenlosen Orientierungskurs. Er soll den Frauen helfen, schneller Deutsch zu lernen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und in Tübingen Fuß zu fassen.

Der Kurs ist derzeit geschlossen.

Weitere Infos unter: www.tuebingen.de/corona