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Bündnis für Demokratie und Menschenrechte im Landkreis Tübingen

Im Landkreis Tübingen hat sich ein breites, überparteiliches und zivilgesellschaftliches Bündnis für Demokratie und Menschenrechte gegründet. Nach einem Auftakttreffen haben sich zwischenzeitlich
über 60 Organisationen, Initiativen, Kirchen, Verbände, kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger sowie Vereine und Parteien dem Bündnis angeschlossen.
Die Mitglieder des Bündnisses haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. „Indem wir als demokratische Mehrheit unsere Kräfte bündeln, stellen wir uns gemeinsam gegen jegliche Form von
Extremismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und verteidigen die Grundwerte unserer Demokratie. In einem Schulterschluss aller Demokratinnen und
Demokraten im Landkreis Tübingen erheben wir gemeinsam unsere Stimme gegen Verfassungsfeinde“, heißt es darin.
In der Erklärung bekennen sich die Bündnispartner zu ihren gemeinsamen Werten und formulieren einen ersten Rahmen, wofür das Bündnis eintritt. Sie soll als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit
dienen. Über mögliche Veranstaltungen oder Aktionen wurde ein Austausch vereinbart. Weitere demokratische Akteure sind herzlich eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen.

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Neue Infomaterialien November 2023

Der Infodienst Migration, Flucht und Gesundheit hat in seiner aktuellen Ausgabe wieder eine Vielzahl von Materialien aufgeführt. Eine Auswahl finden Sie hier.

Crossroads – handicap international
Fragen und Antworten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Stiftung Malteser Migrationsbericht
Fakten statt Stimmungslage
Malteser Migrationsbericht 2023

Bundesinitiative „Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften“
Gewaltschutz für geflüchtete Menschen in Notunterkünften
Checkliste und Toolbox
Empfehlungen für den Gewaltschutz geflüchteter Menschen im Kontext der Notunterbringung
Policy Paper

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Alle sollen teilhaben
Wie Kreise und kreisfreie Städte Integration neu denken

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Neue Infomaterialien Oktober 2023

Der Infodienst Migration, Flucht und Gesundheit hat in seiner aktuellen Ausgabe wieder eine Vielzahl von Materialien aufgeführt. Eine Auswahl finden Sie hier. Weitere Materialien speziell für Ukraine-Flüchtlinge finden Sie auf unserer Ukraine-Seite.

Bertelsmann Stiftung (Hg.)
Zugewanderte Lehrkräfte für eine chancenorientierte Schule: Potenzial in Perspektiven verwandeln!

Informationsverbund Asyl und Migration e. V.
Beratung von Schutzsuchenden
Aktuelle rechtliche Neuerungen und Hinweise für die Beratungspraxis. Beilage zum Asylmagazin 7–8/2023

Deutsches Jugendinstitut e. V.
Ukrainische Geflüchtete in Deutschland
Erhebungen zur Zielgruppe und zu kommunalen Betreuungs- und Unterstützungsstrukturen. Abschlussbericht

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Forschungszentrum Migration, Integration und Asy
Evaluation der Wohnsitzregelung nach § 12a AufenthG
Beiträge zu Migration und Integration, Band 13

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Foto-Ausstellung von Andy Spyra: „Afghanistan zwischen Hoffnung und Scheitern“

Vernissage: Freitag, 29.9.2023, 19.00 Uhr, vhs Tübingen

Eine Veranstaltung des AK Asyl Südstadt im Rahmen der Interkulturellen Woche

„Afghanistan zwischen Hoffnung und Scheitern“ lautet der Titel einer Foto-Ausstellung des gefragten Fotografen Andy Spyra, die am Freitag, 29. September, um 19 Uhr in der vhs Tübingen (Cafeteria) eröffnet wird. Der nicht weniger gefragte Journalist Wolfgang Bauer wird über die aktuelle Lage in Afghanistan sprechen. Andreas Linder vom Verein move on – menschen.rechte Tübingen informiert über das Projekt „save our families“. Veranstalter ist der AK Asyl Südstadt.

Seit der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 herrschen desaströse Zustände in Afghanistan. Nach dem Abzug der internationalen Truppen hat Deutschland bisher 37.000 Menschen evakuiert. Viele tausend der sogenannten Ortskräfte, auf deren Hilfe die Bundeswehr angewiesen war, wurden jedoch zurückgelassen. Sie stehen besonders im Fokus der Taliban und sind massiv gefährdet. Darauf – und auf die insgesamt äußerst prekäre Lage Afghanistans – macht die Foto-Ausstellung aufmerksam.

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Kleiderkreisel für Jugendliche in der Stadtbücherei

Für Jugendliche, die ein neues Outfit suchen oder ihre Kleidung an andere weitergeben möchten, organisiert die Stadtbücherei einen Kleiderkreisel. Von Dienstag, 15. August, bis Samstag, 22. August 2023, kann man in der künftigen neuen Jugendbibliothek im ersten Stock in gut erhaltener Second-Hand-Kleidung stöbern und selbst aussortierte Kleidungsstücke für den Kleiderkreisel beisteuern. Die Kleidung sollte frisch gewaschen und in gutem Zustand sein, Unterwäsche oder Bademode dürfen nicht mitgebracht werden.
Der Kleiderkreisel ist Teil einer klimaneutralen Umgestaltung in der Stadtbücherei unter dem Motto „Die Jugendbibliothek macht blau“. Das Projekt wird gefördert im Programm „Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte“ der Kulturstiftung des Bundes und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
www.tuebingen.de/stadtbuecherei

Freizeit für geflüchtete Mädchen

Das ev. Jugendwerk bietet seit drei Jahren eine Freizeit für Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren an (bis 20 Jahre ist eine Anmeldung aber auch kein Problem).

Die Freizeit ist vor allem auf die Bedarfe geflüchteter Mädchen ausgelegt, das heißt es gibt ein arabisches Küchenteam, die Mitarbeitenden sind religions- und kultursensibel geschult und wir gestalten das Programm in einfacher Sprache.

Dieses Jahr sind wir im Freizeitheim Aible in Mössingen. Da dies nicht weit entfernt ist von Tübingen, dachte ich, ich schreibe Sie einfach an und bitte Sie meine Mail vielleicht über Ihren Verteiler herumzuschicken.

Vielleicht haben Sie Mädchen im Blick, die gerne mal eine Woche Freizeit nur unter Mädchen erleben wollen.

Die Freizeit findet vom 24.-31. August in Mössingen statt und kostet pro Person nur 50 €. Es sind noch einige Plätze frei. Wenn Sie Rückfragen haben, rufen Sie gern an oder schreiben eine E-Mail.

Anmeldelink, in dem die wichtigen Informationen stehen: https://www.ejw-reisen.de/veranstaltung/31220-freestyle-girls-only

PS: Wenn sich Mädchen ab 18 Jahren anmelden wollen, brauchen diese einen gesonderten Link. Den können Sie bei mir bekommen!:)

Mit freundlichen Grüßen

Vanessa Gunesch
Landesreferentin für interkulturelle Mädchen- und Frauenarbeit
Vanessa.Gunesch@ejwue.de
Tel. +49 1719737607

Jobcenter mal anders

am 20. Juni und am 6. Juli 2023 gibt es im Café Sozial in der Derendinger Straße 50 zwei interessante Austauschangebote mit der Beauftragten für Chancengleichheit und dem Migrationsbeauftragten des Jobcenters. Im Juni geht es um den Durchblick über die finanziellen Unterstützungsleistungen. Im Juli um die berufliche Qualifizierung.

Nähere Infos hier.

Aktuelle Rundmail des Flüchtlingsrats BW

Auf der Seite http://xi7rx.mjt.lu/nl3/oaMq7Z9ePJocJu671MJfpg finden Sie den aktuellen Newsletter des Flüchtlingsrats BW.

Besonders interessant sind die Rubriken
behördenunabhängige Asylverfahrensberatung
höherer Schutzstatus für Afghaninnen
vorübergehender Schutz für UkrainerInnen

Aber auch die anderen Beiträge sind sehr lesenswert.

Der Newsletter lässt sich abonnieren auf https://fluechtlingsrat-bw.de/ (ganz nach unten scrollen)

Save the Date: Ökumenischer Gottesdienst am 20.6.2023

Unter dem Motto „Menschen sehen“ findet anlässlich des Welttages der Opfer von Flucht und Vertreibung ein Ökumenischer Gottesdienst und Begegnungsabend am Dienstag, 20. Juni 2023, 17.30 Uhr statt.

Ort: Eberhardskirche und Haus der Kirche „Villa Metz“, Tübingen

Näheres ab Mai an dieser Stelle.






	

Passerelle-Ausstellung „Hier&Jetzt“ über Jesiden in Tübingen 25.2.-19.3.2023

Liebe Interessierte, Freundinnen und Freunde, Kooperierende und Mitarbeitende in Passerelle,

in den letzten Monaten haben wir in Passerelle mit jesidischen Geflüchteten ein Projekt über ihr Ankommen und Verwurzeln verwirklicht: Sie haben sich erinnert, davon erzählt und sich von dem Fotografen Enzo Deza fotografieren lassen. Daraus haben wir gemeinsam die Ausstellung „Hier & Jetzt – Eine Fotoausstellung über Ankommen und Verwurzeln“ gestaltet, über die wir Sie und Euch informieren möchten und zu der wir ganz herzlich einladen.

In der Ausstellung lassen uns die Tübinger Neubürgerinnen und -bürger teilhaben an ihrem Hier & Jetzt: Sie zeigen, was sie geschafft haben und worauf sie stolz sind. Das Projekt wurde freundlicherweise vom Kulturamt der Stadt Tübingen gefördert.

Am 25. Februar um 12.00 Uhr wird die Ausstellung im Alten Waschhaus in der Bursagasse eröffnet. Sie ist dort bis zum 19. März zu sehen.

im Rahmen der Ausstellung finden zwei Abendveranstaltungen statt. Am Donnerstag, 2. März, liest die Jesidin Badeeah Jazaa ab 18.30 Uhr aus ihrem Buch“Eine Höhle in den Wolken“ und am Montag, 13. März, sprechen ab 18.30 Uhr Jesiden über Flucht, Ankommen und Verwurzeln. Wir bitten um Anmeldung zu den Abendveranstaltungen.

Die Teilnehmer:innenanzahl für die Abendveranstaltungen ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldung per E-Mail an: projekt.passerelle.tuebingen@gmail.com

Die Abendveranstaltungen bzw. der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Wir freuen uns jedoch über eine Spende, vielen Dank!

Wir freuen uns, wenn Sie und Ihr in der Ausstellung vorbeischauen und die Information an Interessierte weitergeben.

Freundliche Grüße vom Hechinger Eck
Reinhard Winter

Fortbildung zum Chancenaufenthaltsrecht

Der AK Asyl Südstadt macht am 28.2.2023 eine Fortbildung zum Chancenaufenthaltsrecht für Ehrenamtliche.
Niederschwellig, für Nicht-Fachleute!

Beginn 19 Uhr
Gemeindehaus St. Michael, Hechinger Straße 45, Tübingen

Referent:  Andreas Linder

Anmeldung: Bitte per E-Mail bis zum 24.2.2023 an: info@akasylsued.de

Am 1.1.2023 ist das Chancen-Aufenthaltsrecht (§ 104c AufenthG) in Kraft getreten.

Für gut integrierte Menschen mit einer Duldung (was nichts anderes bedeutet als: man kann jederzeit abgeschoben werden) besteht jetzt die Chance, eine Aufenthaltserlaubnis, zunächst für 18 Monate, bekommen. Diverse Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein.

  • Wir erklären das neue Gesetz.
  • Wir erklären, für welchen Personenkreis es in Frage kommt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
  • Wir erklären, wie man vorgehen muss.

Chancenaufenthalt und dann? Bleiberecht und Aufenthaltsverfestigung. 23.2.2023 18:30

Herzliche Einladung zur nächsten Veranstaltung von recht.kompakt mit Rechtsanwalt Thomas Oberhäuser.

Die Online-Schulung findet am Donnerstag, 23.02. 18:30–20:00 Uhr statt. Anmeldung unter
https://eu01web.zoom.us/meeting/register/u5EsdumvqD4iGtAbGWrOur8yTrhO2HU8a3Cv

Die recht-kompakt-Schulungen sind ein regelmäßig stattfindendes Schulungsangebot des Diakonischen Werks Stuttgart.

Die Schulungen finden ca. alle 2-4 Monate zu aktuellen rechtlichen Themen in der Flüchtlingsarbeit statt. Sie sind für Ehrenamtliche kostenlos.

Ratgeber Ehrenamt

Ehrenamtliche leisten Geflüchteten große Unterstützung, sich in Deutschland zurecht zu finden und anzukommen. Dies erfordert viel Hingabe, Zeit und Kraft. Denn es gibt viele Herausforderungen, die Geflüchtete in Deutschland zu meistern haben.

Der fachliche Ratgeber des Caritas Therapiezentrum für Menschen nach Folter und Flucht in Köln möchte Unterstützer*innen in ihrem Ehrenamt im Kontext Flucht und Trauma stärken. Er klärt über seelische Verletzung durch Krieg, Verfolgung und Flucht sowie Besonderheiten im Ehrenamt mit traumatisierten Geflüchteten auf. Auch geht es um Strategien der Selbstfürsorge und Unterstützungsangebote.

Caritasverband für die Stadt Köln e.V. (Hg.), September 2022: Ratgeber Ehrenamt. Hand in Hand mit traumatisierten Geflüchteten: Ehrenamt im Kontext von Flucht und Trauma

Ratgeber zur Wohnungssuche in Deutschland

Sie suchen schon lange nach einer Wohnung und stoßen dabei immer wieder auf Hindernisse? Möglicherweise wissen Sie nicht wo Sie suchen sollen, bekommen keine Rückmeldungen auf Ihre Anfragen oder kennen Ihre eigenen Rechte nicht? Dann könnte dieser Ratgeber ein hilfreiches Instrument für Sie sein, welcher Ihnen noch einige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben kann.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat im Juni 2022 einen Ratgeber zum Thema Wohnungssuche herausgegeben. Der Ratgeber deckt folgende Themen ab: Wohnungssuche, Basisinformationen zum Mietrecht, staatliche Unterstützung und Diskriminierung bei der Wohnungssuche. Zudem gibt es Informationen zu Kosten und zur Kostenübernahme durch das Jobcenter, zu wichtigen Fristen (z.B. Kündigung), Wohnungsberechtigungsschein und Beratungsstellen.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat ebenfalls hilfreiche Informationen zum Thema Wohnungsuche zusammengestellt. Mit den beiden Ausarbeitungen „Tipps und Hinweise für die Wohnungssuche in Niedersachsen“ und „Informationen für Vermieter:innen“ werden praktische Informationen für Vermieter:innen und geflüchteten Menschen zur Verfügung gestellt, die einen Beitrag zur Überwindung von vielfältigen Barrieren auf dem Weg zur passenden Unterkunft leisten sollen.

Rundmail Koordinator Hilfen für Geflüchtete

Liebe Engagierte, liebe Interessierte,

Sie kennen das ja nun bereits, die Einleitung meiner E-Mail an Sie beansprucht unerhört viel Raum im Verhältnis zum Gesamttext.

Ansonsten hier ein paar Gedanken anlässlich des 5.12…

am vergangenen Montag war der internationale Tag des Ehrenamts – sicherlich haben Sie dies bereits mitbekommen. Das Bundesinnenministerium hat anlässlich dieses Tages die Kampagne „Ehre wem Ehre gebührt“ gestartet. Die Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf der entsprechenden Webseite des Ministeriums unter: https://www.bmi.bund.de/DE/themen/heimat-integration/buergerschaftliches-engagement/ehrenamt-kann-gemeinschaft/ehrenamt-kann-gemeinschaft-artikel.html.

Außerdem hat sich die Bundesregierung den Auftrag gegeben, für die aktuelle Legislaturperiode eine Ehrenamtsstrategie zu entwickeln. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) sammelt dazu Themen, die engagierte Menschen beschäftigen. Es soll eine breite praxisorientierte Diskussion entstehen, welche auf der Webseite des Projekts abgebildet wird – und auf deren Grundlage Empfehlungen formuliert werden sollen. Auf der Webseite https://www.zukunft-des-engagements.de/ können Sie sich beteiligen.

Die Süddeutsche Zeitung hat dem Thema Engagement bereits im September ein mehrseitiges ‚Spezial‘ gewidmet, auf das ich anlässlich des Festtages aufmerksam machen möchte – „Vom Glück, anderen zu helfen“ lässt sich dort lesen: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kolumne/soziales-engagement-ehrenamt-sozialstaat-glueck-e660086/?reduced=true [Paywall]. In seinem einleitenden Artikel schlägt Kurt Kister einen großen Bogen. Vom Sozialstaatsprinzip, wie es im Grundgesetz angelegt ist, über die Nächstenliebe, die Frage ob es eine ‚Pflicht zum Engagement‘ geben kann bis hin zu einer Verteidigung des ‚Gutmenschentums‘: „Es ist besser, ein Gutmensch zu sein, als als schlechter Mensch zu leben“.

Der Wertschätzung und dem Dank, die aus den Wortmeldungen zum Tag des Ehrenamts sprechen, schließe ich mich vollumfänglich an. Auch meinen Kolleg:innen im Fachdienst für Geflüchtete ist die Unverzichtbarkeit ehrenamtlichen Engagements in unserer Arbeit bewusst – und unsere Wertschätzung Ihnen gegenüber gilt nicht nur an symbolischen Tagen, wie dem 5. Dezember. Trotzdem hoffe ich, dass wir im kommenden Jahr – hoffentlich dem ersten kompletten Jahr der Post-Corona-Zeit – Gelegenheit haben werden, wieder häufiger bei Veranstaltungen aufeinander zu treffen, bei denen Engagement, die Wertschätzung und die Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit Thema sind. Dies ist mir ein früher Vorsatz für das Jahr 2023.

Den vielen Beiträgen zum Tag des Ehrenamts gemein ist häufig ein Aspekt – der Verweis auf die Krisenfestigkeit einer Gesellschaft. Ein Echo von „Wir schaffen das“ – mit Betonung auf dem ‚Wir‘. Dabei erzeugt der Begriff der ‚Krise‘ den Eindruck als handle es ich um zeitlich befristete Phänomene, die aus heiterem Himmel über uns hereinbrechen. Inzwischen teilen wohl viele von uns das Gefühl, dass dieses Bild nicht immer ganz passt. Vielleicht haben wir es bisweilen weniger mit Krisen zu tun, als vielmehr mit echten systemischen Defiziten? – wenn dem so ist, dann herrscht auch die Gefahr, dass unter dem Argument der ‚Krisenzeit‘ bürgerliches Engagement für originär staatliche Aufgaben der Daseinsvorsorge missbraucht wird. Zur Frage ob dies so ist, gibt es sicher viele gut begründete Positionen gegeneinander abzuwägen – ein interessantes Interview zu diesem Thema hat der Deutschlandfunk Kultur am Montag mit der Soziologin Tine Haubner geführt. Frau Haubner kritisiert die ‚Ausbeutung‘ von Ehrenamt und hat gemeinsam mit Silke von Dyk das Buch „Community Kapitalismus“ geschrieben. Das Gespräch zum Nachhören gibt es unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/tag-des-ehrenamtes-100.html

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Allgemeine Sozialberatung im Café Sozial beim Fachbereich Soziales der Stadt Tübingen

Es gibt viele Situationen, in denen guter Rat gefragt ist:
Sie haben zu wenig Rente, um damit auszukommen.
Sie haben drei Kinder und das Geld reicht nicht aus.
Sie sind arbeitslos geworden, das bringt alles durcheinander.
Sie bekommen die Jahresrechnung für die Nebenkosten, doch auf Ihrem Konto ist nichts mehr.
Sie sind ehrenamtlich engagiert und Fragen rund ums Geld werden immer häufiger.


Was tun?


Zum Glück gibt es die allgemeine Sozialberatung im Café Sozial!
• Jede/r kann kommen und ist willkommen
• Jedes Problem, jede Frage kann gestellt werden
• Niemand wird weggeschickt
• Das Café Sozial ist leicht zu finden, gut erreichbar und barrierefrei
• Die Beratung ist kostenlos


Wann: Donnerstag, 8. Dezember 2022 von 17 bis 19 Uhr
Wo: Derendinger Straße 50 im Café Sozial (direkt beim Haupteingang im Sockelgeschoss)
Was: Beratung, Hilfe und Information rund um Sozialhilfe und andere sozialen Leistungen, Unterstützung in sozialhilferechtlichen Angelegenheiten
Für wen: Für Menschen, die Hilfe und Information suchen
Für Ehrenamtliche, die sich gut informieren wollen oder Fragen haben
Für Fachkräfte, die ihr Wissen auffrischen wollen


Wer berät: Zwei erfahrene Fachkräfte aus dem Fachbereich Soziales
Die allgemeine Sozialberatung soll künftig jeden Monat stattfinden. Die Termine werden jeweils einzeln bekannt gemacht

Neue Infomaterialien November 2022

Der Infodienst Migration, Flucht und Gesundheit hat in seiner aktuellen Ausgabe wieder eine Vielzahl von Materialien aufgeführt. Eine Auswahl finden Sie hier. Weitere Materialien speziell für Ukraine-Flüchtlinge finden Sie auf unserer Ukraine-Seite.

Wegweiser Psychotherapeutische Hilfe für Geflüchtete
Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft; vivo internationale; Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie

Julius-Maximilians- Universität Würzburg
Mehr Ausbildung wagen!
Barrieren und Chancen für die Einstellung von Geflüchteten in deutschen Unternehmen

Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) (Hg.)
Bundesaufnahmeprogramm für Afghanistan
Infoblatt und Kritikpapier

Hans Karl Peterlini, Jasmin Donlic (Hg.)
Jahrbuch Migration und Gesellschaft 2021/2022
Schwerpunkt „Familie“

Matthias Wagner
Offene Grenzen oder Festung Europa
Eine systematische Analyse aktueller politischer Asyl- und Migrationskonzepte

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Mediathek der BZgA
AV-Newsletter, Befragung, Videos in Fremdsprachen

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