Moria

Die meisten deutschen Zeitungen sind sind darin einig, dass jetzt endlich etwas getan werden muss ( z.B. Spiegel, ZEIT, Süddeutsche). Aber Herr Seehofer ist nur zu einem Minimalprogramm bereit und verweist auf die EU. Jede/r weiß aber inzwischen, dass von dort nichts kommen wird. Schon im März diesen Jahres hat Heribert Prantl von der SZ den Zustand auf Lesbos und Kos eindrücklich beschrieben, heute äußert er sich so. Und so.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart schreibt:

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wurde durch mehrere Brände in weiten Teilen zerstört. Das dürfe niemanden, der in Politik und Kirche Verantwortung trägt, gleichgültig lassen, sagt der Vorsitzende der Migrationskommission und Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg).

Angesichts der Brände im #Flüchtlingslager #Moria auf der griechischen Insel Lesbos appelliert der Vorsitzende der Migrationskommission und Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) an die Politik.

Die Nachricht vom Feuer im Flüchtlingslager Moria dürfe niemanden, der in Politik und Kirche Verantwortung trägt, gleichgültig lassen. In die Betroffenheit über das Elend der Schutzsuchenden mische sich jedoch auch die Bestürzung über das politische Versagen. Man müsse es offen sagen: „Es handelt sich um eine Katastrophe mit Ansage“, so Erzbischof Heße.

Allen Appellen, Initiativen und Warnungen zum Trotz passiere bislang erschreckend wenig. Europa müsse alles daransetzen, die bestehende humanitäre Krise zu überwinden, statt potenziell neue Krisenherde zu entfachen.

Moria ist aber nur Teil eines viel größeren Problems. Die Sendung Monitor berichtete z.B. am 10.9.2020 von der zynischen und rechtswidrigen Abschiebepolitik von Malta. Von einem Vertragverletzungsverfahren aber ist nicht die Rede. Man könnte vermuten, dass diese Politik klammheimlich gutgeheißen wird.

Die Stimme eines Geflüchteten konnte man sogar im Europaparlament hören.

neue Veröffentlichungen

Der Infodienst „Migration, Flucht und Gesundheit“ macht in seiner Ausgabe 03/2020 wieder auf eine Reihe von Veröffentlichungen aufmerksam:

Land Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung ArnsbergDezernat 37 – Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI)
Ein Handbuch für die Praxis
Kommunales Konfliktmanagement fördern. Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Integration von Geflüchteten – Erwartungen und Realität
DIW Wochenbericht 34/2020

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Links zu Covid19 in verschiedenen Sprachen

Bundesministerium für Gesundheit, Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.
Neuartiges Coronavirus – SARS-CoV-2
Informationen und praktische Hinweise

IOM Coordination Office for the Mediterranean
Covid-19 Informationsbroschüre
Corona-Informationen für Geflüchtete / Migrant*innen in 26 Sprachen

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF)
Materialpool zum Coronavirus

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Integrationskurse für Mütter mit Kleinkindern

Kennen Sie unter den Geflüchteten auch Mütter mit kleineren Kindern, die an einem Integrationskurs teilnehmen möchten, aber kein passendes Angebot finden?
Bei den Vernetzungstreffen wurde diese Frage schon andiskutiert, aber es fehlt die konkrete Bedarfsermittlung. Vieles spricht dafür, dass das vorhandene Sprachkursangebot den speziellen Bedarf der Mütter nicht deckt. Besonders betroffen sind Mütter mit Kindern unter 3 Jahren. Bevor nun die vernetzten Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen den Bedarf der Mütter und das Sprachkursangebot bei der Stadt Tübingen, beim Landratsamt Tübingen sowie bei den Trägern der Integrationskurse thematisieren, sind genaue Informationen über die Barrieren erforderlich. Dazu soll der beiliegende Fragebogen dienen.
Der Abgleich von Bedarf und Kursangebot ist umso wertvoller, wenn geflüchtete Mütter zur Teilnahme an Integrationskursen verpflichtet worden sind und genau an diesem Punkt zu scheitern drohen.
Der Abbau von Teilnahmebarrieren bzw. die Optimierung des Angebots sind nicht denkbar ohne die Daten, die diese Umfrage hergeben kann. Die geflüchteten Mütter brauchen die Un-terstützung ganz besonders in diesem Punkt. Die Bearbeitung des beiliegenden Fragebogens kann zum Startschuss für realistischere Teilnahmechancen der Mütter werden, wenn Sie als Ehrenamtliche bei der Bearbeitung behilflich sind.
Darum nun die herzliche Bitte: Machen Sie Angaben zur Familiensituation der betreffenden Frauen. Bitte verwenden Sie für jede Frau ein gesondertes Blatt. Namens- und Adressenangaben sind nicht erforderlich.
Bitte senden Sie den Fragebogen bis 15. September 2020 an zurück.

Sicherer Hafen Tübingen: Kundgebung am Montag, 27.7.2020, 19.00 Uhr, Rathausplatz Tübingen

Am kommenden Montag, 27. Juli, behandelt der Tübinger Gemeinderat zwei Anträge, die die Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln fordern. Die Stadt soll sich für ein baden-württembergisches Aufnahmeprogramm stark machen und 30 zusätzliche Aufnahmeplätze für besonders hilfsbedürftige Personen und Minderjährige zur Verfügung stellen.

Die „Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen“, das landkreisweite Netzwerk der ehrenamtlichen Unterstützerkreise, hat sich dafür eingesetzt, dass der Tübinger Gemeinderat aktiv wird. Gemeinderätin Sara de Piedade Gomes (Demokratie in Bewegung) hat die Initiative ergriffen und einen Antrag eingebracht. Darüber hinaus gibt es noch einen interfraktionellen Antrag mit ähnlichen Forderungen.

Siehe auch Tagblatt-Artikel.

Der erste Antrag wurde formuliert und eingebracht von sieben zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Tübingen (Bündnis Bleiberecht, Seebrücke Tübingen, Gesellschaft Kultur des Friedens, Flüchtlingskreise im Kreis Tübingen, Fluchtpunkte e.V. Tübingen, AK Asyl Südstadt, Frauenverband Courage Tübingen) und fordert konkretes Handeln von der Stadtverwaltung Tübingen, bezüglich der Lage geflohener Menschen an den EU – Außengrenzen.
Alle Punkte wurden in mehreren Städten, u.a. Berlin, schon beschlossen, sind somit rechtlich geprüft und keine aus der Luft gegriffenen Forderungen.

Der zweite Antrag, darauf hin entstandene interfraktionelle Antrag (AL/Grüne, SPD, Tübinger Liste, Linke, Partei, FDP) wurde in einem Copy Paste Verfahren aus dem ersten Antrag formuliert und verzichtet im Endeffekt auf alle Forderungen nach strukturellen Veränderungen.

Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, findet um 19.00 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung statt. Zu der Kundgebung ruft Seebrücke Tübingen auf. Diese hat auch ein Positionspapier entworfen, das unterschrieben und bis zum 26.7. zurückgesendet werden kann.

KBC Newsletter der Stadt Tübingen vom 15.7.2020

Liebe Familien,

nun geht es mit großen Schritten auf die Sommerferien zu! Auch dieser Woche möchte ich Sie wieder über folgende Veranstaltungen und Aktionen informieren:

Informationen:

  • neues Digitales-Familienleistungs-Gesetz: Künftig sollen Namensbestimmung und Anträge auf Kindergeld, Elterngeld und Kinderzuschlag „in einem Rutsch“ digital beantragt und damit Doppeleingaben vermieden werden. Das Gesetz entlastet Eltern von zahlreichen Nachweispflichten – erforderliche Daten tauschen zuständige Stellen mit Einwilligung der Eltern stattdessen untereinander aus. Allerdings: Das Gesetz tritt erst am 01.01.2022 in Kraft. Pilotprojekte starten unmittelbar. Weitere Informationen.

Veranstaltungen und Aktionen:

  • 18.07.2020, 10:30 Uhr: Stadtteilrundgang für Familien des Stadtteiltreff Wanne. Weitere Informationen.
  • 20.07. und 27.07.2020, 14-16 Uhr: Bogenschießen am Montagnachmittag. Nur mit der Ruhe und das Ziel fest im Blick. Spielerisch und konzentriert schießen wir in der Natur mit echten Pfeilen und traditionellen Bögen auf verschiedene Ziele. für 10 Kinder / Jugendliche mit Bogenschießerfahrung, ab 11 Jahren. Veranstalter: Fachabteilung Jugendarbeit, auf dem Spiel- und Therapiegelände im Backofen hinter Endstation Bushaltestelle Wennfelder Garten ( Linie 4), Kosten: 2 €. Weitere Informationen: im Anhang.
  • Kinder- und Jugendfarm Tübingen: weiterhin gelten die verkürzten Öffnungszeiten und Bestimmungen.   Der letzte normale Farmtag vor den Ferien ist am 29. Juli.
  • 02.09.2020, 18 Uhr: Kinderkonzert „Das Traumfresserchen“, in der Stiftskirche. Im Rahmen des Tübinger Orgelsommers, freier Eintritt (Spenden erbeten). Geboten wird „Das Traumfresserchen“, nach einer Geschichte von Michael Ende mit der Organistin Christiane Sauter-Pflomm aus Mühlacker und Dekanin Elisabeth Hege als Sprecherin. geeignet für die Altersgruppe 4-10 Jahre. Weitere Informationen: im Anhang und unter www.tuebinger-orgelsommer.de à BonusCard-InhaberInnen haben zu allen Veranstaltungen freien Eintritt!

Sommerferien:

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Deutschkurs für künftige Azubis

In einem Deutschkurs, der auf die Ausbildung vorbereitet, sind noch Plätze frei!

Jahresintensivkurs für Azubis und BerufsschülerInnen ab dem neuen Schuljahr 2020/21

VATTER Bildungszentrum, Derendinger Str. 50 72072 Tübingen

Zielniveau B1

20.07.20 bis 28.08.20
Montag bis Freitag, 8:30 Uhr bis 12:45 Uhr

Auskunft bei Frau Hüfner
Tel.: 07071/791079
Mail: tuebingen@bildungszentrum.de
Montag bis Freitag 10:00 bis 15:00 Uhr

Teilnahmeberechtigt sind alle, die keinen Zugang zu den Deutschkursen des BAMF haben (Integrationskurse/DeuFöV).

Ein weiterer Anmelde- und Einstufungstag ist am Donnerstag, 16. Juli, um 10:00 Uhr in der Derendinger Straße 50, 72072 Tübingen.

Näheres siehe auch hier (Seite 5). Ein Flyer ist hier verfügbar.

Aktuelle Informationen der Beauftragten für Bürgerengagement der Stadt Tübingen

Themenübersicht

1. Aktuelles zur Corona-Pandemie

  • Hilfspaket für Vereine und Organisationen
  • allgemein, für Vereine, Kinder- und Jugendarbeit und Kulturschaffende

2. Fortbildungsangebot „Fit fürs Engagement“

3. Zehn Jahre Fairtrade-Stadt Tübingen

Themen im Einzelnen

1. Aktuelles zur Corona-Pandemie – allgemein, für Vereine, Kinder- und Jugendarbeit und Kulturschaffende

Hilfspaket für Vereine und Organisationen I

In einer aktuellen Pressemitteilung des Sozialministeriums BW wird auf das neue Förderprogramm hingewiesen. Damit insbesondere kleine Vereine und zivilgesellschaftliche, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind und trotz etlicher Hilfsmaßnahmen von Bund und Land nicht leer ausgehen, unterstützt sie die Landesregierung mit 15 Millionen Euro. Ab August steht die Förderung voraussichtlich zu Verfügung, max. 12.000 Euro pro Verein und Organisation. Das Geld muss nicht zurück gezahlt werden. Die Mittel sollen zur Deckung von Fixkosten, für seit 11.3.2020 coronabedingt entgangenen Einnahmen wie Eintrittsgelder, Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen, dienen. Bevorzugt werden gemeinnützige Vereine und Organisationen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Soziales und Integration berücksichtigt. Sofern Finanzmittel vorhanden sind, steht das Programm grundsätzlich auch anderen ehrenamtlich getragenen gemeinnützigen Vereinen offen. Das Land will damit das bürgerschaftliche Engagement würdigen und die aufgebauten Strukturen stützen und verstetigen.

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Der Runde Tisch Gesundheit pausiert vorläufig

Trotz vieler seit langem sichtbarer Aufgaben, die der Runde Tisch Gesundheit bearbeiten könnte, wird dessen Arbeit erst einmal nicht weitergehen. Das liegt an der zunehmenden Überlastung der hauptamtlichen Kolleg*innen, die ihn über fast 5 Jahre hinweg getragen haben. Die Corona-Krise hat viel verändert.

Falls sich die gesundheitliche Gesamtsituation, mit der wir alle in Zukunft zurechtkommen müssen, stabilisiert und keine zweite Infektionswelle im Entstehen begriffen ist, stellt sich die Frage der Weiterarbeit dieses Treffpunkts möglicherweise neu. Die Koordination müsste dann aber auch neu geregelt werden.

Die Kosten der Krise werden zur Verteilung anstehen. Die ganze Gesellschaft wird sich auf Härten ungeahnten Ausmaßes einstellen müssen, vor allem finanziell. Die Geflüchteten dürften von den Folgen der Pandemie in besonderer Weise betroffen sein. Je nachdem, wie überzeugend der Staat die zu erwartenden Härten durchsetzen und gleichzeitig die Ärmsten vor einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage schützen kann, werden diejenigen, die ohnehin in prekären Verhältnissen leben, unter die Räder kommen oder auch nicht. Wird unsere Gesellschaft, unser Staat, ganz allgemein und hinsichtlich der  Geflüchteten im Besonderen noch solidarisch handeln können? Aus der Mitte der Gesellschaft heraus bildet sich bereits ein Wutbürgertum, das ohne erkennbare politische Konzeption nur noch seine eigenen Interessen kennt und zur Durchsetzung bringen will.

Ansprechpartnerin im Themenbereich Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen bei Geflüchteten ist auf ehrenamtlicher Seite weiterhin Monika Petersen.

Monika Petersen

Einladung des Flüchtlingsrats BW zur digitalen Veranstaltungsreihe 4. bis 11. Juli 2020

Liebe Interessierte,

wir möchten Sie zu unserer digitalen Veranstaltungsreihe vom 04.07. bis 11.07.2020 einladen. Ohne Infektionsgefahr können Sie von zu Hause aus spannende Veranstaltungen mitverfolgen und online Ihre Fragen stellen. Es wird drei Vorträge und drei Workshops zu flüchtlingspolitisch brisanten Themen geben:

  • 4.7.2020 14.00-15.30 Vortrag: Situation auf den griechischen Inseln
  • 4.7.2020 16.00-17.30 Vortrag: Geflüchtete in Zeiten von Corona
  • 7.7.2020 19.00-21.00 Arbeitsgruppe: „Grenzen überwunden – auf Barrieren gestoßen: Geflüchtete mit Behinderung“
  • 8.7.2020 19.00-21.00 Arbeitsgruppe: „Mitwirkungspflichten“
  • 9.7.2020 19.00-21.00 Arbeitsgruppe: „Herausforderungen bei der Registrierung von Neugeborenen“
  • 11.7.2020 16.00-17.30 Vortrag: Brandherd Nahost und Nordafrika – die Großmächte zündeln, die EU taumelt – wer löscht?
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Ehrenamtsgeschichten

Liebe, geschätzte Ehrenamtliche!

Wenn ehrenamtliche Arbeit kein Strohfeuer bleibt, das uns enttäuscht und ausgebrannt zurücklässt, dann wird sie als sinnstiftend und unser Leben bereichernd empfunden.

Auch wenn die Arbeit engagierten Menschen wie Ihnen nie ausgeht: vielleicht ist gerade der verordnete Rückzug durch Corona ein guter Zeitpunkt, das Geschaffte und Positive der letzten Jahre zu rekapitulieren und es schriftlich festzuhalten. Und dadurch sichtbar zu machen – für sich und andere.

Wir sind uns sicher, dass viele von Ihnen berührende Erlebnisse mit Geflüchteten in sich tragen, die andere beflügeln und anspornen. Um den Spielraum, den wir haben auszuschöpfen und die Welt in unserem Wirkungsbereich und nach unseren Möglichkeiten, besser zu machen. Wir haben all den Schreckensnachrichten, die wir täglich hören oder sehen, durchaus schöne Erlebnisse entgegenzusetzen!

Wir wünschen uns, dass Sie diese Geschichten aufschreiben. Nicht in einem ausschweifenden Roman oder Tatsachenbericht, sondern als kleine Miniaturen, als beseelte Bilder von Situationen oder Menschen. Es geht um berührende, ganz persönlichen Erlebnisse. Diese wunderbaren Perlen würden wir sammeln und als Sonderausgabe von Tünews INTERNATIONAL abdrucken.

Gerne können Sie Ihre Geschichte auch unserer Hilfsautorin erzählen und diese schreibt sie für Sie auf.

Als gemeinsames Dankesfest für alle Engagierten schwebt uns eine “Fahrt ins Blaue” mit dem Bus vor. Ein Ausflug der das Netzwerk Ihrer Arbeit, das sich über dem ganzen Landkreis ausbreitet, im wahrsten Sinne des Wortes er”fahr”bar macht. Wichtiger Teil unseres Programms soll darin bestehen, dass einige von Ihnen an den verschiedenen Stationen ihre Geschichten vortragen. Tünews und die Presse werden uns begleiten.

Unseren Wunschtermin im Oktober diesen Jahres ist derzeit mit großem Fragezeichen versehen. Sobald die Lage sich ändert, dies ist jedoch nicht absehbar, werden wir in der Planung fortfahren und Sie auf dem Laufenden halten! In der Zwischenzeit freuen wir uns darauf, dass Sie Teil dieser – zunächst schriftlichen – „Expedition“ werden.

Melden Sie sich in den kommenden Wochen telefonisch oder per E-Mail bei uns zur Interessenbekundung. Schicken Sie Ihre Geschichte oder fragen Sie bei Frau Hahn nach der Hilfsautorin an. Mehr Infos zu den Formalitäten.

Wir sind gespannt auf viele schöne, herzliche und persönliche Geschichten – und auf den persönlichen Austausch darüber.

Wir wünschen Ihnen von Herzen erfüllende und warme Ostertage. Vielen Dank für ihr Engagement und ihren Einsatz, die Sie, das nehmen wir täglich wahr, auch jetzt aufrecht erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Hanna Hahn und die Tünews INTERNATIONAL- Redaktion (LRA), Beate Ulmer (Stadt Tübingen), Pia Kuhlmann und Anne Judersleben (Diakonie), Nina Weber (Caritas)

Tel.: 07071 207- 6123
h.hahn@kreis-tuebingen.de

Newsletter des Flüchtlingsrats BW vom 11.6.2020

Der „Corona-Newsletter“ des Flüchtlingsrats BW ist in voller Länge hier abrufbar. Einige Punkte sollen aber auch an dieser Stelle nochmals aufgelistet werden:

Abschiebungen aus BW während der Corona-Krise

In Baden-Württemberg finden auch während der Corona-Krise und trotz erheblicher Reisebeschränkungen zum Zweck des Infektionsschutzes Abschiebungen statt. Der Flüchtlingsrat kritisiert, dass Abschiebungen entgegen aller gesundheitlicher Gefahren, ausgelöst durch das Jahrhundertereignis der Corona-Pandemie, unbedingt vollzogen werden. Das gefährdet die Betroffenen und steht im krassen Gegensatz zu all den staatlichen Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Virus. Weiterlesen …

Corona in Gemeinschaftsunterkünften: Behörden haben RKI-Empfehlungen ignoriert

Die Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, über die das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, liegen den zuständigen Behörden auf Bundes- und Landesebene seit Wochen vor. Sie decken sich in weiten Teilen mit den Forderungen von Pro Asyl und von den Flüchtlingsräten. Ausdrücklich formuliert das RKI: „Zudem müssen die gesetzlichen Kontaktbeschränkungen des Bundes und der Landesregierungen, die als Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in Deutschland gelten, für Menschen in GU umsetzbar sein.“ Dagegen wird nicht nur in den Erstaufnahmeeinrichtungen verstoßen, in denen nach wie vor hunderte von Menschen in Mehrbettzimmern untergebracht werden und sich teilweise mit einem ganzen Stockwerk die Sanitärräume teilen, sondern auch in etlichen kommunalen Gemeinschaftsunterkünften. Weiterlesen …

Hohes Infektionsrisiko in Gemeinschaftsunterkünften

Das Kompetenznetz Public Health COVID‐19 hat eine Studie zu SARS‐CoV‐2 in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete veröffentlicht. Die Studie fasst die Erkenntnisse aus verschiedenen Einrichtungen zusammen, in denen es Virus-Ausbrücke gegeben hat. Zu den Kernaussagen gehören, dass das Ansteckungsrisiko in solchen Unterkünften grundsätzlich sehr hoch ist, wobei es Unterschiede zwischen verschiedenen Einrichtungen gibt. Kollektivquarantäne hat laut Studie keine messbaren Vorteile gegenüber anderen Strategien und erhöht das Infektionsrisiko für andere nocht nicht infizierte Personen in der Einrichtung. „Die Unterbringung von Geflüchteten sollte grundsätzlich coronaschutzkonform erfolgen, d.h. möglichst dezentral bzw. bei zentralen Einrichtungen möglichst in Einzelunterbringung in kleinen Wohneinheiten, damit bei Auftreten eines Falls eine rasche Ausbreitung vermieden wird und eine adäquate Kontaktnachverfolgung möglich ist“, so eine weitere Kernbotschaft der Studie. Zur Studie

Quarantäneanordnungen in Zeiten der Corona-Pandemie

Da in vielen Bundesländern, wie auch in Baden-Württemberg, nicht nur Einzelpersonen, sondern teilweise ganze Gemeinschaftsunterkünfte bzw. all ihre Bewohnenden unter (Zwangs)Quarantäne gestellt wurden, sind Fragen der Rechtmäßigkeit und Rechtsgrundlagen dieser Anordnungen vielerorts aufgetaucht. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat einen hilfreichen Kurzüberblick zu Quarantäneanordnungen in Zeiten der Corona-Pandemie erstellt. 

Stellungnahme Zugang zum Internet in Gemeinschaftsunterkünften

Anja Lederer, Rechtsanwältin, hat eine gutachtliche Stellungnahme zum Anspruch auf kostenfreien Zugang zum Internet in Unterkünften für Geflüchtete veröffentlicht. In dieser kommt Sie zu dem Schluss, dass geflüchteten Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften unter verschiedensten rechtlichen Gesichtspunkten ein Anspruch auf kostenfreien Zugang zum Internet zusteht. Anja Lederer hat unter anderem die Arbeitshilfe „Grundrechte für Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften“ der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg und Opferpersepektive e.V. verfasst.

Handyauslesung durch das BAMF bei Asylsuchenden

Seit 2017 sammelt das BAMF routinemäßig Daten aus elektronischen Geräten von Asylsuchenden, die im Asylverfahren keinen Pass vorlegen können. Das soll helfen die Identität der Geflüchteten zu klären. Dieses Vorgehen wird vielfach kritisiert  und nun unterstützt die Gesellschaft für Freiheitsrechte drei Geflüchtete, deren Daten ausgelesen worden sind, um eine gerichtliche Überprüfung der staatlichen Praxis herbeizuführen. Weiterlesen …

Arbeitspapier: Kommunale Aufnahmen von Flüchtenden

Das Arbeitspapier beschäftigt sich mit der Stärkung von kommunaler Mitbestimmung bei der Aufnahme Schutzsuchender, dem Zusammenspiel von Aufnahme und Infrastruktur (der finanziellen Ausstattung von Kommunen) und dem solidarischen und selbstbestimmten kommunalem Zusammenleben. Die Autor*innen gehören verschiedenen Organisationen an, so ist die SEEBRÜCKE, Humboldt-Viadrina Governance Platform, EKD, Schöpflin Stiftung und Diakonie Deutschland vertreten. Das Papier dient zur Inspiration für alle, die sich für die kommunale Aufnahme von Flüchtenden einsetzen.

Von Politik zweiter Klasse – Niemand darf zurückgelassen werden!

Die Landesflüchtlingsräte, PRO ASYL und die Seebrücken-Bewegung haben am Montag, 11. Mai, in einer Pressekonferenz dargelegt, dass es gerade jetzt gilt, niemanden zurückzulassen und Lager zu schließen – ob in Moria oder Halberstadt. Vertreter*innen der Organisationen berichteten von Problemlagen, Maßnahmen und Perspektiven. Weiterlesen …

Illegale Abschiebungen von Griechenland in die Türkei

Push-Backs an den EU-Außengrenzen sind völkerrechtswidrig. Schon seit Langem kritisieren Menschenrechtsorganisationen, dass es insbesondere an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei zu solchen Abschiebungen ohne eine Prüfung im Asylverfahren kommt. Von offizieller Seite wird das regelmäßig dementiert. Eine Recherche der Deutschen Welle legt nun neue Beweise für diese Praxis illegaler Abschiebungen vor. Sie hat mehrere Betroffene in der Türkei interviwet und kommt zu dem Ergebnis, „dass Push-Backs an der griechisch-türkischen Grenze ein festes Muster geworden sind.“

KBC Newsletter der Stadt Tübingen vom 24.6.2020

Veranstaltungen und Informationen:

  • Ab 1.1.2021: Änderungen bei der ermäßigten Schüler-Monatskarte mit KBC: Wer ab 1.1.2021 eine ermäßigte Monatskarte für Schülerinnen und Schüler erwerben möchte, muss dafür immer einen Bildung- und Teilhabe-Antrag beim Landratsamt stellen. Die Stadt übernimmt die Kosten für die ermäßigte Monatskarte nur noch, wenn ein Ablehnungsbescheid des Landkreises vorliegt. Weitere Informationen.
  • Landratsamt Tübingen beendet Corona-Hotline: Die deutlich zurückgegangenen Corona-Fallzahlen im Landkreis Tübingen wirken sich auch auf das Anrufaufkommen bei der im Landratsamt eingerichteten Corona-Hotline aus. Ab Montag, 22. Juni 2020, wird die Hotline vor diesem Hintergrund ihr Angebot einstellen. Stattdessen stellt die Landkreisverwaltung auf ihrer Homepage ein verbessertes Informationsangebot zur Verfügung. Weitere Informationen.
  • Stocherkahn für alle: Junge Menschen mit der KreisBonusCard sowie deren Freunde und Familien können sich zu einer kostenlosen Stocherkahnfahrt anmelden. Die nächsten Termine sind: 23.6. und 8.7.20, jeweils 16:45 Uhr, Stocherkahnanlegestelle Casino, Dauer ca. 1 h. Anmeldung an kinderchancen@tuebingen.de Weitere Informationen.
  • Kindergeburtstage feiern mit der KreisBonusCard: Laut der dritten Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg §3 Abs. 2 dürfen sich nun für private Feiern wieder bis zu 20 Personen treffen. Es spielt dabei keine Rolle, aus wie vielen Haushalten sich die Personenzahl zusammensetzt. Oder ohne zahlenmäßige Beschränkung, wenn alle Personen miteinander verwandt sind sowie deren Partnerinnen und Partner. Somit können prinzipiell auch wieder Kindergeburtstage mit der KBC gefeiert werden, aber am besten die Anbieter direkt anfragen. Weitere Informationen.
  • INET Multischulung: Das Netzwerk INET ist auf der Suche nach Menschen, die sich ehrenamtlich bei INET als Multiplikator_innen – abgekürzt Multis – engagieren  möchten. Multis sind Menschen unterschiedlicher Herkunft, die in einer Schulung in allen wichtigen Fragen zum Thema Schule ausgebildet werden. Sie unterstützen Eltern bei Gesprächen mit Lehrkräften, an Elternabenden, organisieren Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten für Eltern, informieren in Schulfragen. Die Schulung 2020 findet online in Form einer Videokonferenz über Zoom statt.
  • Projekt „Kopf und Herz“:  Caritas und vhs unterstützen Menschen bei der Grundbildung – beim Erlernen von Lesen und Schreiben, beim Verbessern der Kenntnisse im Lesen und Schreiben, beim Umgang mit schriftlichen Unterlagen (Formulare, Verträge, Rechnungen etc.). Das Angebot richtet sich an Erwachsene mit Deutsch als Muttersprache und an Menschen, die sehr gut Deutsch sprechen. Weitere Informationen.
  • volkshochschul-sommer-flat 2020: Probieren Sie doch einmal alle möglichen Kursangebote der Volkshochschule Tübingen aus, ohne gleich einen ganzen Kurs buchen zu müssen, zum Preis von 25€. Das All-Inklusive-Paket beinhaltet Kurse und Vorträge aus den verschiedenen Fachbereichen und zu (fast) allen Themen der Volkshochschullandschaft. Sie melden sich einmalig an und können dann aus dem kompletten sommer-flat Programm so viele Angebote nutzen und testen, wie Sie möchten. Alle Veranstaltungen finden über die Online-Plattform Zoom statt. Weitere Informationen.

Allgemeine Informationen in der Corona-Krise:

  • Kinderbonus in Höhe von 300€ beschlossen: Der Kinderbonus wird für alle Kinder, für die im September 2020 ein Anspruch auf Kindergeld besteht, in zwei Raten in Höhe von 150 Euro im September und im Oktober 2020 ausgezahlt. In allen anderen Fällen, das heißt für Kinder, für die in einem anderen Monat im Jahr 2020 ein Kindergeldanspruch besteht, wird der Kinderbonus ebenfalls zeitnah, aber nicht zwingend im September und Oktober und nicht zwingend in zwei Raten gezahlt. Wichtig: Der Kinderbonus wird nicht auf Leistungen nach dem SGB II oder auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet und beim Kinderzuschlag und dem Wohngeld nicht als Einkommen berücksichtigt. Weitere Informationen.
  • „Tübinger Tafel für vorübergehende in Not geratene Menschen“: Durch die aktuelle Corona-Krise gibt es Menschen, die vorübergehend in Not geraten sind und keine KreisBonusCard haben und bislang keine Sozialleistungen beziehen. Diese Personengruppe konnte in den letzten Wochen über die Initiative Grundversorgung versorgt werden, die nun aber eingestellt wurde. Mit der Tübinger Tafel wurde vereinbart, dass auch diese Personen ohne KBC vorübergehend bis zum 17.08.20 (= Sommerpause der Tafel) Lebensmittel erhalten können, wenn dies von einer Beratungsstelle befürwortet wird. Mit dieser Bescheinigung können sie sich dann eine vorübergehende „TüTa-Karte“ ausstellen lassen. Teilnehmende Beratungsstellen in Tübingen sind Diakonie, Caritas, Brückenhaus, VAMV, Bürgertreff NaSe sowie die Stadtteilsozialarbeit Weststadt und WHO. Weitere Informationen.
  • Gemeinsam Nähen und Helfen: Passerelle und die städtische Abteilung für Geflüchtete haben ein Nähprojekt für Geflüchtete initiiert. Über das Projekt können Geflüchtete günstig Masken erhalten.

Alltag mit Kindern:

  1. Info-Plattform rund ums Lernen in Tübingen: Wir vom Team Familie haben in den letzten Wochen Wissenswertes rund ums Lernen in Tübingen zusammengestellt. Wo kann ich lernen, wo kann ich drucken, wer kann mich dabei unterstützen? Antworten zu diesen Fragen findet man unter www.buefa-tue.de/lernen.
  2. Kostenloser Arbeitsplatz in der Pixel-Medienwerkstatt: Lernarbeitsplätze mit PC mit WLAN sowie die Möglichkeit zu drucken, scannen und kopieren, Unterstützung beim Umgang mit Hard- und Software, der Internetrecherche sowie Hilfestellung bei allen Fragen rund um Smartphone und Tablet. Zwischendurch findet sich auch Zeit zum Surfen, Quatschen, Chillen und Spielen. montags, dienstags und donnerstags jeweils 13-14:30 Uhr und 15-16 Uhr Karlstr. 13, 72072 Tübingen, 07071 365504. Anmeldung online an anmeldung@pixel-medienwerkstatt.de Weitere Informationen:
  3. Bewegungsraum-Angebot für (einzelne) Familien: Klettern, schaukeln, rutschen, hüpfen,… im Bewegungsraum der Familienbildungsstätte wird dies Kindern gemeinsam mit ihren Eltern ermöglicht. Das Angebot: Jeweils eine Familie kann den Bewegungsraum nach Anmeldung für 45 Minuten kostenfrei nutzen. Eine Anmeldung für dieses Angebot ist zwingend erforderlich. Weitere Informationen.
  4. für Kita-Kinder zur Förderung der Sprachentwicklung: von der Sprach-Kita-Plattform Tipps für Spiele und Aktivitäten zur Sprachbildung, Leseproben, kostenlose Geschichten und weitere Ideen zum Thema Sprache.
    1. https://www.verlag-modernes-lernen.de/pdf/AntiKrisenBonbon.pdf
    1. https://www.lesestart.de/
    1. https://wuselstunde.de/
    1. https://www.deutschlandfunkkultur.de/kakadu-kinderhoerspiel.3980.de.html
  • Städtische Jugendhäuser öffnen teilweise wieder: Städtische Jugendhäuser in Tübingen öffnen stufenweise ihre Türen für Angebote mit begrenzter Teilnehmerzahl. Dazu können sich die Jugendlichen anmelden. Informationen zu den Angeboten und Anmeldeverfahren veröffentlichen die Einrichtungen auf ihren Internetseiten sowie in den sozialen Medien. Ein offener Betrieb mit freiem Kommen und Gehen der Jugendlichen ist zunächst noch nicht möglich. Weitere Informationen
  • Offener Farmbetrieb Kinder- und Jugendfarm Tübingen: Ab dem 17. Juni kann der Offene Farmbetrieb wieder angeboten werden, mit einigen Änderungen: die neuen Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch, Freitag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Samstag von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 12 Kinder; Dokumentation der Teilnehmenden mit Name und Telefonnummer oder Anschrift. Weitere Informationen.
  • „Spielzeit für Familien im Farmgarten“: Das Angebot der Kinder- und Jugendfarm Tübingen wird bis zu den Sommerferien fortgeführt. Immer dienstags und donnerstags steht die Farm nach Anmeldung und Absprache zwei Familien bzw. Mitgliedern aus zwei Haushalten offen. Weitere Informationen.
  • Brandschutzerziehung der Feuerwehr: Da durch die Corona-Krise keine Besuchergruppen zur Brandschutzerziehung mehr im Feuerwehrhaus vorbei kommen können, hat die Tübinger Feuerwehr ein Papier entwickelt, in welchem sie über ihre Arbeit berichtet, mit Ausmalbild als Bonus.

Sommerferien:

  • 15.-23.8.20 FYM! –Projekt: FIND YOUR MUSIC“ ist ein Projekt, das Jugendliche im Alter zwischen 13 und 20 Jahren dazu einlädt, ihre eigene musikalische Kreativität zu entdecken und zu erproben. Im Zentrum steht das gemeinsame Erfinden von Musik und das Entwickeln einer eigenen „Komposition“. Für das Projekt „FYM 2020“ wurde das Thema „Filmmusik“ ausgewählt. Es geht also um das Entwickeln eines „Soundtracks“ für einen oder mehrere „Stummfilm(e)“ zu einer aktuellen Thematik.  In einer Abschlusspräsentation wird die neu entstandene Musik zusammen mit dem Film der Öffentlichkeit dargeboten, und darüber hinaus werden Einblicke in den Entstehungsprozess der Musik und der Arbeitsweise im Projekt ermöglicht. Alter: Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Kosten: regulär 150€, mit KreisBonusCard kostenlos. Anmeldung: postalisch oder www.vielklang.org
  • Städtisches Sommerferienprogramm: Auch in den Sommerferien 2020 wird es wieder ein attraktives Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren geben. Ermäßigung: Für Kinder mit „KreisBonusCard Junior“ ist die Teilnahme kostenfrei, sie bezahlen nur 2 Euro Grundgebühr. Die KreisBonusCard Junior muss bei der Anmeldung vorgelegt werden. Die gedruckte Broschüre gibt es in den Rathäusern und Verwaltungsstellen der Teilorte, in den Jugendhäusern und Jugendtreffs, in der Stadtbücherei und ihren Zweigstellen sowie in den Filialen der VR-Banken. Leider ist noch nicht sicher, welche Programmpunkte unter den geltenden Corona-Vorgaben stattfinden können. Eine Übersicht über die Ferienangebote und aktuelle Informationen gibt es unter  https://www.tuebingen.ferienprogramm-online.de/ Wunschzettel zur Anmeldung im gedruckten Programmheft oder zum Ausdrucken unter www.tuebingen.de/uploads/ferienangebote/anbieter/wunschzettel_2020_f.pdf
  • und hier geht es zu den Ferienplänen

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Weitere Informationen und Aktuelles finden Sie auch auf den Seiten des Bündnis für Familie Tübingen unter: www.buefa-tue.de/Corona_Infos

Kommen Sie gut durch die Woche!

Viele Grüße

Monica Jordan
Koordination Kinderchancen
Universitätsstadt Tübingen
Münzgasse 20
72070 Tübingen
Telefon 07071 204-1490
www.tuebingen.de/kinderchancen

Online-Tagung: Fünf Jahre nach dem Sommer der Willkommenskultur

Umkämpfte Solidaritäten, fragile Teilhabe und transformative Potentiale zivilgesellschaftlichen Engagements

Online-Tagung am 18./19.06.2020

Im Jahr 2015 waren tausende Ehrenamtliche engagiert, um eine grundlegende Notversorgung für in Deutschland ankommende Geflüchtete anzubieten, die durch überforderte staatliche Institutionen nur unzureichend gewährleistet wurde. Die mit diesem Engagement verbundenen Bilder der Willkommenskultur sind inzwischen verblasst. Medial rückten andere asylpolitische Themen in den Mittelpunkt: so etwa die Konflikte an den Außengrenzen der EU (z.B. auf den griechischen Inseln), die Auseinandersetzungen in und um AnkER-Zentren (zuletzt die prekäre Gesundheitssituation im Zuge der Corona-Pandemie) oder Fragen der Arbeitsmarktintegration. Die vielfältigen Formen der zivilgesellschaftlichen Hilfe für Geflüchtete sind nur noch selten ein Thema.

Dennoch sind nach wie vor viele Menschen in der Unterstützung von Geflüchteten aktiv, auch wenn es bei Weitem nicht mehr so viele sind, wie zu den Hochzeiten der Willkommenskultur. Die Teilhabe von Geflüchteten war und ist dabei stets umkämpft. Es entstanden neue solidarische Praktiken, ebenso verstärkten sich aber auch Formen der Ausgrenzung. Diese reichen von alltäglicher Diskriminierung über Hetze in sozialen Medien und rassistische Morde bis hin zu einer – besonders in der Strategie der AnkER-Zentren sichtbar werdenden – staatlichen Isolationspolitik für bestimmte Gruppen von Geflüchteten.

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KBC Newsletter der Stadt Tübingen vom 27.5.2020

Liebe Familien,

die Pfingstferien stehen vor der Tür und ich möchte ich Sie in dieser Woche auf folgende Neuigkeiten hinweisen:

Allgemeine Informationen in der Corona-Krise:

  • Schreibwettbewerb „Was jetzt, Welt?“: Eingeladen sind Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren , sich in Prosatexten damit zu befassen, dass wir seit Wochen in einem Ausnahmezustand leben. Es winken Preise im Gesamtwert von 1.500 €. Weitere Informationen.
  • Konzert am Pfingstmontag: Ab 1.6.20 dürfen wieder Konzerte in eingeschränkter Form stattfinden. Am Pfingstmontag, 1.6.20 um 17 und 19 Uhr werden im Französischen Viertel auf dem Vorplatz des Piano College Maestro, Marienburger Str. 12, Werke von Bach, Schubert, Chopin und Liszt zu hören sein. Es dauert jeweils 45 Minuten, der Eintritt ist frei (es wird ein Spendenkorb aufgestellt). Die Zuschauerplätze davor sind begrenzt, deshalb wird um Anmeldung gebeten unter maestro-music@arlofin.de
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Aktuelle Berichte

Flüchtlingsthemen schaffen es im Moment kaum noch in die Nachrichten. Dabei ist die Situation in den Camps in Griechenland so katastrophal wie eh und je. Und die Seenotrettung im Mittelmeer findet kaum noch statt. Die NGOs versuchen dennoch tapfer, sich trotz Corona weiterhin für Flüchtlinge einzusetzen. Hier eine kleine Auswahl an Berichten:

EU-Länder verletzten mit Rückweisungen im Mittelmeer Völkerrecht

Quarantäne auf Lesbos

Von Politik zweiter Klasse – Niemand darf zurückgelassen werden! Pressemitteilung von PRO ASYL, den Landesflüchtlingsräten und der Seebrücke

Störfaktor Ausländerbehörde. In einigen Ausländerbehörden herrscht eine „Flüchtlinge raus-Mentalität“

Flüchtlinge, die wegen der Pandemie nicht abgeschoben wurden, sollen laut EU nun bleiben dürfen. Die Bundesregierung will das jedoch verhindern.

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Aktion „Sicherer Hafen“

im Dezember letzten Jahres haben das Bündnis Bleiberecht Tübingen und die Seebrücke Tübingen gemeinsam mit über 20 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Mitglieder aller demokratischen Fraktionen des Kreistags in einem offenen Brief dazu aufgerufen, den Antrag „Für einen ‚Sicheren Hafen‘ im ganzen Landkreis Tübingen“ zu unterstützen.

Im Vorfeld dieser Abstimmung haben Seebrücke Tübingen und das Bündnis Bleiberecht Tübingen am 20.5. einen weiteren Offenen Brief an alle Kreisrät*innen verschickt, um unsere damalige Forderung nach konkreten Maßnahmen (statt bloßer Lippenbekenntnisse) für einen Sicheren Hafen im ganzen Landkreis erneut zu unterstreichen.

Die beiden Organisationen rufen ebenfalls dazu auf, die Kreistagssitzung am 27.05. zu besuchen (gerne in orangene Warnwesten gewandet), um unsere Unterstützung für einen sicheren Hafen im Kreis deutlich und sichtbar zu machen. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr, das Thema „Sicherer Hafen“ ist TOP 6 von 11.

Des Weiteren haben die Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen einen Offenen Brief an den OB und die Gemeinderatsfraktionen der Stadt Tübingen geschrieben, um die Stadt zu konkreten Aktionen aufzurufen.

OB Palmer hat in seiner Anwort eigene Aktionen abgelehnt. Eine Antwort von Gemeindratsfraktionen steht bisher noch aus.